Klimarat Niedersachsen startet:Klimaschutz braucht Lösungen, die im Alltag funktionieren

Der neue Klimarat Niedersachsen bringt Wissenschaft, Verbände und Bürger:innen an einen Tisch. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die vor Ort funktionieren: in Kommunen, Betrieben und im Alltag.

© Li-An-Lim

Die niedersächsische Landesregierung hat die Besetzung des neuen Klimarates beschlossen. Das Gremium ist im niedersächsischen Klimagesetz verankert und soll die Landespolitik künftig bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen beraten. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehören auch Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden dazu. Ergänzend werden zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger beteiligt, die die Vorschläge aus Wissenschaft und Praxis in einem Bürgerrat diskutieren. Dazu erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke (Bündnis90/Die Grünen): „Beim Klimaschutz geht es nicht um theoretische Konzepte, sondern um Lösungen, die im Alltag der Menschen funktionieren. Genau deshalb ist der Klimarat wichtig.“

Der Klimarat besteht aus insgesamt 15 Mitgliedern aus Wissenschaft und verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Seine Empfehlungen werden zusätzlich von einem Bürgerrat beraten, der einen möglichst repräsentativen Querschnitt der niedersächsischen Bevölkerung abbilden soll. Ziel ist es, Klimaschutzmaßnahmen nicht nur fachlich zu bewerten, sondern auch auf ihre praktische Umsetzbarkeit zu prüfen. „Viele politische Debatten über Klimaschutz werden sehr abstrakt oder populistisch geführt. Dabei entscheidet sich in der Praxis – auf dem Land, in den Kommunen und in den Betrieben –, ob Maßnahmen wirklich funktionieren oder nicht. Wenn Wissenschaft, Verbände und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Lösungen entwickeln, entsteht Klimapolitik, die tragfähig ist.“ so Reinecke. Einmal im Jahr sollen die Empfehlungen aus Klimarat und Bürgerrat veröffentlicht und an Landtag und Landesregierung übergeben werden.

 

Zurück zum Pressearchiv