"Einzigartig in Deutschland": Klimarat nimmt seine Arbeit auf
Der neu geschaffene niedersächsische Klimarat hat am Freitag offiziell seine Arbeit aufgenommen. Seine zentrale Aufgabe: das Land bei dem Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein, zu begleiten. Zufällig ausgeloste Bürger sind Teil des Konzepts.
Der Klimarat soll künftig etwa Maßnahmen vorschlagen und zugleich das Handeln des Landes in zentralen Bereichen wie Energie, Verkehr und Bauen kontrollieren. Gesetze und Verordnungen kann er selbst nicht beschließen. Vorsitzende ist Anne Schierenbeck, die an der Hochschule Osnabrück Energiemanagement lehrt. Ihre Vertretung übernimmt Bernhard Osterburg vom Thünen-Institut in Braunschweig.
Umweltminister: Konstruktion ist "einzigartig in Deutschland"
Der Rat setzt sich sowohl aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch aus Mitgliedern von Verbänden zusammen. Vorschläge, die Wissenschaft und Verbände machen, müssen laut Umweltministerium einen "Praxischeck" bestehen. Gemeint ist damit, dass ein Gremium aus 60 zufällig ausgelosten Bürgerinnen und Bürgern ein Votum zu den Vorschlägen abgeben wird. Die ausgelosten Personen sollen den Querschnitt der Gesellschaft repräsentieren, etwa in Bezug auf Geschlecht und Alter, Wohnumfeld und Einkommen. So eine Konstruktion, dass Klimaschutzmaßnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln abgewogen werden, sei "einzigartig in Deutschland", sagt Umweltminister Christian Meyer (Grüne).