Ziel und Zweck des Verfahrens:
Entwicklung von Empfehlungen für den Masterplan Mobilität
Überblick über das Verfahren:
Der Mobilitätsrat hat zehn Handlungsempfehlungen über die Zukunft der Mobilität für Hannover vorgelegt. Am 29. Januar 2025 stellte das Gremium aus 40 zufällig ausgewählten Personen der hannoverschen Stadtgesellschaft seine Ergebnisse Oberbürgermeister Belit Onay vor.
Zehn Empfehlungen
Die zehn Empfehlungen, die der Mobilitätsrat erarbeitet hat, umfassen das komplette Spektrum von Mobilitätsthemen: Klimaschutz durch mehr Grünanteile in der Stadt, Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, mehr Platz auf Fußwegen und das Schaffen von mehr Aufenthaltsflächen in Straßenräumen sind einige der vom Mobilitätsrat genannten Aspekte.
Zehn Empfehlungen des Mobilitätsrates an die Stadt Hannover
- Mehr Bürgerbeteiligung und mehr Experimente beim Lösen von Verkehrsproblemen
- Mehr Aufenthaltsflächen in Straßenräumen passend für alle Altersklassen
- Clevere Nutzung von Stellplatzkapazitäten und mehr Anwohnerparken
- Sichere und schnelle Radwege, besserer Fußverkehr
- Gebühren sozialverträglich gestalten
- Tangenten für öffentlichen Nahverkehr und Radverkehr
- Mehr Umstiegspunkte im öffentlichen Nahverkehr aufeinander abstimmen
- Barrierefreiheit über die ganze Wegekette denken
- Behindertenstellplätze bei der Bauplanung mitdenken
- Bessere Beleuchtung und Pflege von Wegen und Treffpunkten
Die Ergebnisse des Mobilitätsrates sind in das Handlungskonzept des Masterplans Mobilität 2035 eingeflossen. Dieser wurde am 18. Dezember 2025 vom Rat der Stadt Hannover beschlossen.
Das integrierte Handlungskonzept des Masterplans umfasst zehn gleichrangig nebeneinanderstehende Handlungsschwerpunkte, die die strategische Ausrichtung der Mobilitätsplanung der Landeshauptstadt Hannover für die nächsten zehn Jahre hervorheben:
- Ein durchgängiges und qualitätvolles Fußverkehrsnetz bereitstellen
- Lebenswerte Straßenräume und Plätze für alle schaffen
- Das Radverkehrsnetz weiterentwickeln
- Sichere und attraktive Fahrradabstellanlagen schaffen
- Mobilitätsmanagement aufbauen
- Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs durch die Region unterstützen
- Flexible Mobilitätsangebote ausweiten und verknüpfen
- Das städtische Parkraummanagement etablieren
- Das funktionale Straßennetz überprüfen
- Wirtschaftsverkehr stadtverträglich weiterentwickeln
Zufallsauswahl
Die Zufallsstichprobe, die für den Mobilitätsrat aus dem Einwohnermelderegister gezogen wurde, umfasste 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Als Kriterien für die geschichtete Stichprobe wurden Geschlecht, Alter, Herkunft aus den Stadtbezirken, Migrationshintergrund und Bildungsabschluss angewandt. Aus dem Kreis der ausgelosten Personen meldeten sich 187 Personen zurück. Daraus wurden 40 Personen ausgewählt und zur Mitwirkung im Mobilitätsrat eingeladen. Der Mobilitätsrat tagte in vier Sitzungen im Jahr 2024.
Masterplan Mobilität
Der Masterplan Mobilität beschreibt als Orientierungsrahmen, wie sich die Mobilität in der Stadt Hannover bis zum Jahr 2035 entwickeln soll. Die Fortschreibung des Masterplans Mobilität startete im Spätsommer 2023 und wurde im ersten Quartal 2025 inhaltlich abgeschlossen. Verschiedene Angebote informeller Beteiligung dienten der Erarbeitung von Empfehlungen, die im Arbeitsprozess fachlich geprüft und wo möglich eingearbeitet wurden. Als prozessbegleitendes Gremium wurde ein nicht-öffentlicher Arbeitskreis mit Vertretungen aus Institutionen, Politik und Verwaltung installiert, der in sechs Sitzungen tagte.
Verbindung zu anderen Beteiligungsprozessen:
- Beteiligung der Fachöffentlichkeit im prozessbegleitenden Arbeitskreis Mobilität
- Informationsveranstaltung für die Stadtbezirksräte
Besonderheiten des Verfahrens und sonstige Anmerkungen:
keine Angabe